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1986
machte der Hansa-Park mit einer ganz besonderen
Bootsfahrt auf sich aufmerksam. Super Splash
wartete mit einer extrem hohen Abfahrt,
einer Sprungschanze und einem neumodischen
Design auf - die ersten Boote mit Spoiler
am Heck sind unvergessen. Um die Bahn zu
promoten musste ein neuer Begriff her, schließlich
stand direkt nebenan eine klassische Wildwasserbahn
und die Werbung sollte keinen Zweifel daran
lassen, dass es eine einmalige Neuheit zu
sehen gab. So wurde Super Splash Deutschlands
erste Wasserachterbahn, auch wenn der inzwischen
eingebürgerte Begriff Water Coaster eigentlich
anders verwendet wird. Ein passendes Beispiel
ist der zum 25. Geburtstag des Europa-Parks
eröffnete Poseidon.
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Poseidon,
Europa-Park (Fotos
Wolfgang Payer)
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Dieser Hybrid aus Wildwasserbahn und Achterbahn
ist ein Unikat in Deutschland und auch weltweit
gibt es nicht viel Vergleichbares. Mack
lieferte bislang derartige Anlagen nur noch
an die Sea World Parks in San Diego und
Orlando. Und auch andere Hersteller haben
keine viel höheren Verkaufszahlen zu vermelden.
Premier
Rides (Vonkaputous in
Linnanmäki und Buzzsaw
Falls in Silver Dollar
City, inzwischen bereits
wieder abgebaut) und Togo
(Vorreiter im modernen
Water Coaster Bau mit
den in Japan errichteten
Diving Shootern) lieferten
jeweils nur zwei Water
Coaster aus. Miler und
Hindustan Amusement Rides
haben eben-
falls Anlagen im Programm,
die man als Water Coaster
bezeichnen könnte. Grobe
Unterschiede sind vor
allem darin zu erkennen,
dass die Boote von z.B.
Vonkaputous nicht mal
im Wasser die Achterbahnschiene
verlassen. Bei Poseidon
hingegen schwimmen die
Boote in den Wasserrinnen,
wie von Wildwasserbahnen
bekannt, frei. |
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Water Coaster von Premier Rides:
Vonkaputous in Linnanmäki
(Foto: Tim Iser)
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Nimmt man an, dass Water Coaster tatsächlich
eine Komposition aus Achterbahn und
Wildwasserbahn sind, so scheint es
sehr verwunderlich, dass die erste
als solcher zu bezeichnende Bahn bereits
im Jahr 1906 Premiere feierte: Mountain
Torrent in Coney Islands Luna Park.
Nicht ganz ohne Zufall ist das auch
der erste Park (zumindest die Reinkarnation
dessen) mit einer Shoot-the-Chutes-Anlage.
Mountain Torrent bot den Besuchern
ein vielfältiges Erlebnis. Am Anfang
stand der Weg nach oben durch die
künstliche Bergwelt zum Einstieg der
Attraktion. Dann folgte eine Achterbahnartige
Abfahrt inmitten der riesigen Kulisse
und am Ende glitten die seitlich mit
riesigen Rädern ausgestatteten Boote
effektvoll in ein Wasserbassin. Entwickelt
wurde die relativ kurzlebige Bahn
von Frederick Thompson, Architekt
und Mitbesitzer des Parks. Aufgrund
mangelnden Erfolgs wurde die Anlage
bereits 1910 modifiziert und das Wasserelement
komplett entfernt. Zudem verschwanden
die Boote, das Schienen-system wurde
überarbeitet und nene Schlittenartige
Achterbahnwagen wurden eingesetzt.
So kam die Bahn als Toboggan noch
bis 1922 zu neuer Ehre, weitere Water
Coaster ließen jedoch lange auf sich
warten. In der Zwischenzeit gab es
aber immerhin Achterbahnen, deren
Strecken am Ende der Fahrt als Bremse
und erfrischendes Element durch ein
Wasserbecken geführt wurden.
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(Text:
Ralph Latotzki) |
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