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Arrow und Schwarzkopf hatten mit ihren Shuttle Loops Achtungserfolge gefeiert. Die kombinierte Vor- und Rückwärtsfahrt war eine Novität und die Beschleunigung machte neben dem Looping aus den Bahnen mit minimaler Grundfläche echte Thrillanlagen. Mit ein paar Jahren Verzögerung hat Vekoma das Konzept adaptiert und präsentierte 1983 erstmals den Boomerang. Nur fahren konnte man ihn damals noch nicht, da die Erstauslieferung in Mexico zunächst nicht eröffnet wurde. Wirkliche Premiere hatte der Boomerang somit 1984 in Bellewaerde, im gleichen Jahr folgten Auslieferungen nach La Ronde und an Mariner's Landing. Den eigentlichen Prototyp kann man inzwischen in Six Flags Mexico fahren.

Der Name der Bahn erklärt sich letztlich aus der Streckenführung. Die beiden Liftenden führen zusammen, und durch die Vor- und Rückwärtsfahrt kommt der Zug eh immer wieder dahin, wo er herkam. Es sei denn, er bleibt mitten im Boomerangelement hängen (das seinen Namen von der Bahn hat und nicht umgekehrt). Von der Tatsache, dass dies häufiger passiert, zeugt die bei einigen Boomerangs installierte Evakuierungsplattform zwischen den ersten beiden Überschlägen - oder besser gesagt zwischen den letzten beiden, schließlich passiert dies nur auf dem Rückweg, wenn der Zug schon Geschwindigkeit auf der Strecke verloren hat. Eine weitere Evakuierungsmöglichkeit befindet sich zwischen dem Looping und dem zweiten Lift, wo eine Blockbremse installiert ist. Und das obwohl naturgemäß nur ein Zug im Einsatz sein kann, was zusammen mit den nicht gerade schnellen Liften zu einer eher geringen Kapazität für eine solch große Loopingbahn führt. Als Kaufargument musste deswegen der vergleichsweise geringe Preis für eine Bahn mit sechs Überschlägen herhalten, der aus der kurzen Strecke resultiert. Dies überzeugte die Parkbesitzer gleich reihenweise und sorgte dafür, dass der Boomerang die in Freizeitparks meistverkaufte Loopingbahn überhaupt ist.

Die Technik des Boomerangs ist nicht ganz einfach, schließlich wollte man die bereits erprobten Züge im Arrowstil weiterverwenden. Zudem ergibt sich die Problematik, dass der Zug den Aufzug jeweils auch wieder runterfahren soll, wenn er oben angekommen ist. Die klassische Rücklaufsicherung ist deswegen nicht einsetzbar. Beholfen hat man sich beim Vorwärtslift mit einer Feststellung des Chaindogs beim Verlassen der Kette und mit einem Catchcar beim Rückwärtslift, das an einer Seilwinde geführt wird. Dieses wird übrigens erst wieder nach unten gelassen, wenn der Zug die komplette Fahrt vollzogen hat, damit es bei einem Bremsversagen in der Station nicht zu einem Unfall kommt. Die meisten Boomerangs bremsen den Zug auch gar nicht komplett in der Station ab, sondern lassen ihn mit ein wenig Restschwung noch einmal ein paar Meter den ersten Lift hinauf und wieder zurück rollen. Nach dem großen Erfolg des Boomerangs und nachfolgend auch des Suspended Looping Coasters kam Vekoma die Idee, beide Konzepte zu vereinen und brachte den Invertigo an den Start.

Text: Ralph Latotzki

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