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          Flying Fury von Technical Park  
Bericht von Tom Chor

Bereits vor mehreren Jahren konnte man in diversen Fachzeitschriften die ersten Konzeptzeichnungen von Flying Fury bewundern, einem Projekt des italienischen Herstellers Technical Park. Was damals noch wie eine flinke und filigrane Attraktion für jeweils zwei hintereinander sitzende Personen pro Gondel wirkte, entwikkelte sich anscheinend aufgrund technischer Probleme zur wuchtigen Großattraktion.

Der Prototyp eröffnete mit reichlich Verspätung Anfang der Saison 2007 im Europark Idroscalo bei Mailand. Sehr dominant ragt die Attraktion in dem eher kleinen und eng bebauten Park hervor. Die beiden parallel verlaufenden Arme mit dem Fahrgastträger auf der einen und einem Kontergewicht auf der anderen Seite sind beide an einem Hauptmast in der Mitte montiert. Hinter den Fahrgästen an der Gondelrückseite ist ein großer Propeller montiert. Dieser dient aber fast so wie bei den Capriolos von Mondial nur zu Showzwecken. Über eine automatisch heranfahrende Plattform steigen die vier Fahrgäste nebeneinander in eine der beiden Gondeln. Wurden die Schulterbügel geschlossen, klappt die Mittelkonsole mit dem Joystick automatisch auf die Fahrgäste zu. Der Mitarbeiter gibt einem noch den Tipp die ersten paar Runden Vollgas zu geben ohne die Gondeldrehung zu aktivieren. Befolgt man diesen und drückt den Joystick nach vorne, kann man ein paar äußerst intensive Loopings drehen, bei denen laut Hersteller bis zu 5 G erreicht werden. Mit dem Hat-Switch (kleiner Steuerhebel auf dem Joystick) lässt sich dann die Gondeldrehung aktivieren.

Man kann sich sowohl um die Längsals auch um die Tiefenachse drehen. Die Breitenachse wird ja bereits durch den Hauptarm gedreht. Hat man einmal die Drehoption freigegeben, scheint die ganze Anlage auf eine gedrosselte Geschwindigkeit herunter zu fahren. Angesichts dessen, da nun auch Talfahrten kopfüber möglich sind, ist das ganze aber auch unvermeidlich. Auf den ersten Blick sieht Flying Fury wie eine innovative Neuheit aus, die sehr viel Interaktivität erlaubt. Die Steuerung via Joystick ist allerdings sehr träge, zeitverzögert und langsam, so dass eine rasante Fahrt nach eigenen Wünschen schwierig erscheint. Man kann nur hoffen, dass bald weitere Anlagen dieser Art - aber mit stark verbesserter Steuerung - errichtet werden.

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